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08.05.2013

Bahn nimmt neues Stellwerk ESTW München Südwest in Betrieb

Ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) ersetzt die technisch überholte Betriebssteuerzentrale der Bahn AG in München. Lahmeyer Rhein-Main hatte im Auftrag der DB ProjektBau GmbH die Projektsteuerung inne. Das  Bauvorhaben mit einem Investitionsvolumen von 86 Mio. Euro wurde unter „rollendem Rad“ realisiert.

Am 21. April 2013 konnte mit der S-Bahn nach Herrsching um kurz nach 5 Uhr der letzte von drei Streckenästen des ESTW München Südwest in Betrieb genommen werden. Der gesamte erneuerte Bereich umfasst die Strecken München-Pasing–Geltendorf/ -Herrsching/ -Tutzing mit insgesamt 130 km Länge. Neben dem S-Bahnverkehr nutzen auch Fern- und Güterverkehrszuge die Trassen.

Im Rahmen des Projektes wurden sechs Stellrechnergebäude in modularer Bauweise errichtet sowie modernste Fernsteuerungen installiert. Dafür mussten die vorhandenen sicherungstechnischen Anlagen außer Betrieb genommen und durch ESTW-Technik der Bauart EI S ersetzt werden. Neben den Leistungen im Gewerk Leit- und Sicherungstechnik, waren auch die Anlagen der Ausrüstungsgewerke 50 Hz, Weichenheizung, Telekommunikationsanlagen, sowie der Fernwirktechnik an die neue ESTW-Technik anzupassen. Darüber hinaus wurden vier Bahnübergänge neu gebaut und zehn modernisiert. Auch einzelne Sanierungsmaßnahmen von Bahnhöfen gehörten zum Projektumfang.

Die Infrastrukturexperten von Lahmeyer Rhein-Main übernahmen die Projektleitung und -steuerung gemäß AHO. Sie planten und kontrollierten Kosten und Termine, erarbeiteten Entscheidungsvorlagen und wirkten in den einzelnen Planrechtsverfahren mit. Sie kontrollierten Qualität und Quantitäten und waren an der Erstellung der  Unterlagen für Finanzierungen und Verträge beteiligt. Neben Organisation und Koordination gehörte auch die Dokumentation des Projekts zu ihren Aufgaben.

Lahmeyer

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